Über mich
„Ich glaube, dass ganz viel Fehlverhalten von Hunden die Folge schlechter Kommunikation zwischen Mensch und Hund ist.“
Ich bin Annina aus Bern und helfe Hundebesitzerinnen und -besitzern, ihren Vierbeiner besser zu verstehen und eine echte Beziehung aufzubauen.
Beziehungen zu gestalten und Vertrauen aufzubauen waren schon immer meine Stärke. Sei es mit Pferden, Hunden oder in meiner Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern oder Jugendlichen. Stimmt die Beziehung, ist fast alles möglich. Es liegt also nahe, dass mir die Beziehung im Hundetraining wichtig ist. Ich verlange von den Hunden nichts, was für sie keinen Sinn macht. Mein Ziel: Hunden einen sicheren und stressfreien Alltag zu ermöglichen.
«Bindungsgeleitete Erziehung versucht nicht, Symptome zu bekämpfen, sondern geht den Ursachen auf den Grund.»
Bettina Mutschler
Basis meiner Arbeit ist eine zweijährige Ausbildung zur Hundeerziehungsberaterin (HEB) im Ausbildungszentrum Triple-S Ausbildungszentrum, Eptingen. Viele Erfahrungen durfte ich auch in der Arbeit mit den Hunden in diversen Tierheimen in Spanien und Kroatien sammeln. Zudem nehme ich immer wieder Pflege- und Trainingshunde aus dem Shelter bei mir zu Hause auf.
Ergänzt wird diese Basis durch unterschiedliche Vorträge, Themenabende, Seminare, Onlinevorträge und Intensivwochen bei Jan Nijboer, Karin Jansen, Sarah Fink, Tierexperimentelle Forschung Uni Bern und vielen Weiteren.
Das Training mit dir und deinem Hund ist individuell, lösungsorientiert und respektvoll. Gemeinsam mit dir und deinem Hund finden wir die Problembereiche, welche euch im Alltag beschäftigen und erarbeiten eine alltagstaugliche und passende Lösung.
Meine Hunde
Meine Hunde und Pflegehunde machen einen grossen Teil meiner Erfahrungen aus und haben somit doch einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf meine Arbeit. Deswegen möchte ich sie hier kurz vorstellen.
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Finn stammt aus einer Familie, die mit ihm an ihre Grenzen gestossen sind. Als ich Finn kennengelernt habe, war er sehr verängstigt. Ein total verunsicherter Hund, der komplett überfordert war, mit der Welt in der er Lebte.
Finn hat mich noch einmal mehr gelehrt (und lehrt mich immer noch) Grenzen zu setzen. Und zwar Grenzen, die aus einer totalen inneren Überzeugung kommen, dass diese unser Zusammenleben entspannen und mehr Leichtigkeit in unseren Alltag bringen. Grenzen helfen sich zu orientieren. Wenn jeder weiss wo sein Platz ist, jeder weiss wie weit er gehen darf und wo die Grenze des Anderen anfängt, ergibt sich mehr Freiheit für jeden einzelnen.
«Wer in Gruppen lebt- und das tun wir Menschen so wie Hunde auch- ist in einer Gemeinschaft eingebunden. Und das Wort sagt es schon: Eingebunden ist nicht frei! Das bedeutet nicht, dass man innerhalb dieser Verbundenheit keine Freiheiten hat, Allerdings endet die Freiheit der Einen an der Stelle, wo sie die Freiheit eines Anderen einschränkt. ...Da die Strukturen des Zusammenlebens bei Hunden und Menschen sehr ähnlich sind, können wir diesen Gedanken auf den Hund übertragen. Gewisse Freiheiten ja, aber keine Freiheit. Verbundenheit ist die Voraussetzung für «Freiheit im Kopf». Nur dann sind entspannte Exploration und Spiel möglich.» Bettina Mutschler
Inzwischen ist Finn ein aufgeschlossener Hund, welcher mit seinem sturen Kopf und seiner sehr eigenwilligen aber äusserst freundlichen Art viele Herzen erobert.
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(20.4.2014- 27.11.2016)
Maylo war mein erster Hund. Maylo war einfach die gut Seele. Er war leider nur ein Jahr bei mir. Aber in diesem Jahr hat er mich ÜBERALL hin begleitet. Maylo war aufgeschlossen, freundlich unkompliziert, selbstbewusst und in sich ruhend. Maylo hat mir gezeigt wie einfach und unbeschwert das Leben mit einem Hund sein kann.
Sein plötzlicher und sehr tragischer Tod war der Auslöser, dass ich mich für die Hundetrainer:innen-Ausbildung angemeldet habe.
Dieser kleine 2kg-Hund war nur so kurz in meinem Leben, und hat trotzdem so grosse Spuren hinterlassen.
In ewig liebevoller Erinnerung und Dankbarkeit.
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Pflegehund.
Lino haben wir gemeinsam mit Roxy aus dem Tierheim in Koratien mitgenommen.
Lino ist ein zurückhaltender aber unfassbar freundlicher Rüde, der sehr verunsichert war durch seine ersten zwei Lebensjahre im Tierheim. Seine ganze Körperhaltung war versteift. Er wollte einfach alles richtig machen und war stets bemüht ja keinen Fehler zu begehen. Lino mussten wir die Leichtigkeit, die Lebensfreude und den Spass beibringen.
Wir haben für ihn einen Endplatz gefunden, wo er genau das mit seinem neuen Hunde-Bruder erfahren und lernen durfte.
Ihn heute so aufgestellt, verspielt und locker zu sehen macht mich wieder einmal glücklicher.
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Loki kam als Welpe aus einer wunderbaren Zucht aus Holland zu uns. Er ist dafür verantwortlich, dass ich alles was ich bis zu seinem Einzug gelernt hatte, über den Haufen schmeissen musste und neu denken musste. Er hat mich dazu gezwungen alles zu hinterfragen und flexibel zu denken. Standard funktioniert bei ihm nicht.
Unsere ersten zwei gemeinsamen Jahre waren eine grosse Herausforderung, eine Belastungsprobe. Dafür bin ich ihm aber heute dankbar. Denn dank ihm besitze ich nun einen riesigen Erfahrungsschatz was ursprüngliche & ernsthafte Hunde angeht und weiss, dass es in der Hundeerziehung keine Standardrezepte gibt. Jeder Hund ist anders und für jeden Hund braucht es ein individuelle Lösung.
Danke Loki, dass du mich aus meiner Komfortzone gelockt hast, damit ich über mich herauswachsen durfte. Und: danke für dein Vertrauen. Das nehme ich nicht als selbstverständlich.
«Vertrauen entsteht dann, wenn man einen Menschen findet, der hilft, eine schwierige Situation gemeinsam zu bewältigen.» Gerald Hühter
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Pflegehündin.
Roxy habe ich in einem Tierheim in Kroatien angetroffen. Bis zu diesem Tag konnte Roxy ihr ganzes Leben lang noch nie von eine Menschen angefasst werden. Ich habe mit ihr im Tierheim vor Ort trainiert und sie dann, nachdem sie sich nach 4 Tagen Training das erste Mal in ihrem Leben anfassen liess, zu mir nach Hause geholt.
Roxy war meine erste Angsthündin und hat mir in diesem Bereich so viel beigebracht.
Von Woche zu Woche zu sehen, wie sie aufblüht und an Sicherheit gewinnt, war das Schönste!
Heute lebt Roxy an ihrem Endplatz leinenlos. Schöner hätte ich es mir für sie nicht wünschen können!
Roxy war der ausschlaggebende Punkt, dass ich meinen Job als Heill- und Sozialpädagogin den Nagel gehängt habe und mich seither voll und ganz dem Hundetraining widme.
Mehr zu Roxys Story seht ihr auf meinem Instagramprofil.
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Pflegehündin.
Tila hab ich nach meiner Zeit im Shelter in Marbella mit nach Hause genommen. Ich hab mir absichtlich, den schwierigsten Hund aus dem ganzen Tierheim ausgelesen. Sie hätte im Tierheim nie eine Chance gehabt vermittelt zu werden. Sie ist eine absolute Angsthündin mit hochgradiger Traumatisierung. Tilla wurde aus einem Jagdverschlag im Wald gerettet und wurde nie sozialisiert. Sie kennt gar nichts und hat vor allem extreme Angst.
Tilla lehrt mich unfassbar viel. Sie hebt mein Wissen und meine Arbeit auf ein neues Niveau. Und sie übt mich in Ruhe und vor allem in Geduld.